Freistellen in Photoshop Elements: Freistellen von Bäumen – mit diesen Tricks eine Leichtigkeit

Das Freistellen von Bäumen ist für den Einsteiger eine große Herausforderung, weil viele kleine Äste und Blätter einem das Leben schwer machen können. Auch spielen Farbsäume eine große Rolle. Darum habe ich hier einige Tricks zum Freistellen von verschiedenen Bäumen vorgestellt. Nach 6 Beispielen sollte das Freistellen kein Problem mehr sein – und das Beste: Diese Tricks lassen sich nicht nur auf Bäume anwenden!

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Das Freistellen von Bäumen ist nicht unbedingt die einfachste Aufgabe, denn es gibt viele kleine Details wie Äste oder Blätter, die ausgewählt werden müssen.

Wie immer ist es aber nicht unmöglich, und in diesem Tutorial werdet ihr einige Tricks lernen, mit denen es gar nicht mehr so schwer ist.

Ich zeige hier sechs Beispiele, die nach und nach immer schwieriger werden.

Beispiel 1

Ich habe ein sehr einfaches Bild in Elements geladen. Der Baum befindet sich vor weißem Hintergrund, sodass das Freistellen kein Problem sein sollte.

Schritt 1

Um den Hintergrund auszuwählen, benutze ich das Zauberstab-Werkzeug. Damit klicke ich einfach den weißen Hintergrund an. Wichtig ist, dass die Einstellung Benachbart deaktiviert ist, denn sonst würden die weißen Bereiche innerhalb des Baumes nicht mit ausgewählt werden.

Bei der Toleranz sind Werte um die 50 ganz gut. Wenn das bei euch nicht passt, müsst ihr einfach ein bisschen ausprobieren.

Schritt 2

Nun möchte ich eine Ebenenmaske erstellen. Das geht allerdings nicht mit einer Hintergrundebene, also wandle ich sie in eine Ebene um, indem ich sie doppelt anklicke.

Ich nenne die Ebene “Baum”. Dann bestätige ich mit OK.

Schritt 3

Jetzt klicke ich auf das Symbol für Ebenenmaske hinzufügen.

Dann ist allerdings der Baum weg und der Hintergrund da. Ich kann die Ebenenmaske aber umkehren, indem ich bei ausgewählter Ebenenmaske die Tastenkombination Strg+I drücke.

Schritt 4

Ob die Freistellung gelungen ist, überprüfe ich jetzt einfach, indem ich einen Hintergrund einfüge.

Diesen ziehe ich unter die Baum-Ebene und transformiere ihn passend.

Schritt 5

Dann verschiebe ich den Baum an eine Stelle, die ich gut finde.

Damit sich der Stamm des Baumes gut in das Bild einpasst, wähle ich die Maske aus und übermale mit einem schwarzen Pinsel die Bereiche, die ich ausblenden will.

Wenn ich nun wieder auszoome, sehe ich, dass die Freistellung gut gelungen ist.

Trick:

Wenn ihr den Baum nicht mit Zauberstab & Co. freistellen wollt, könnt ihr auch einfach mit den verschiedenen Mischmodi experimentieren.

Dazu klickt ihr die Maske mit gehaltener Shift-Taste an, um sie zu deaktivieren.

Dann könnt ihr verschiedene Mischmodi ausprobieren. Hier funktioniert Multiplizieren ganz gut, denn der weiße Hintergrund wird ausgeblendet und der Rest bleibt bestehen.

Allerdings verändern sich auch die Farben, und an Stellen, wo der Hintergrund hell ist, ist der Baum es auch. Ähnliches passiert auch bei anderen Modi.

Also ist eine solide Freistellung noch immer die beste Methode.

Beispiel 2:

Das zweite Beispiel hat schon einen einfachen Himmel, aber auch dieses Bild sollte kein Problem sein.

Schritt 1:

Auch bei diesem Bild benutze ich den Zauberstab. Damit klicke ich den Hintergrund an, und schon ist fast alles ausgewählt.

Schritt 2:

Die Stellen, die noch nicht ausgewählt sind, klicke ich bei gehaltener Shift-Taste an. Dabei erscheint ein kleines Plus-Symbol neben dem Zeiger.

Wenn ich etwas abziehen möchte, halte ich die Alt-Taste gedrückt.

Dabei solltet ihr, wenn ständig zu viel oder zu wenig ausgewählt wird, auch mit dem Toleranz-Regler herumspielen.

So wähle ich den kompletten Hintergrund aus.

Schritt 3:

Auch bei diesem Bild doppelklicke ich auf die Hintergrundebene, um sie zu einer Ebene zu machen, gebe ihr einen Namen, erstelle eine Ebenenmaske, und invertiere diese mit Strg+I.

Schritt 4:

Ich füge nun zur Kontrolle einen Hintergrund ein. Die Freistellung ist sehr gut gelungen, bis auf einige minimale Farbsäume um die Hand herum.

Diese entferne ich so:

Schritt 5:

Ich gehe in meine Ebenenmaske und klicke Auswahl>Kante verbessern.

Schritt 6:

Nun schiebe ich den Regler für Kante verschieben etwas ins Negative, außerdem erhöhe ich die weiche Kante.

Nun ist die Freistellung wirklich perfekt, und das sehr schnell.

Beispiel 3:

Hier ist das nächste Beispiel.

Ich könnte es wieder mit dem Zauberstab freistellen, aber ich zeige euch noch einen anderen Weg.

Schritt 1:

Und zwar werde ich den Radiergummi nutzen. Allerdings nicht den normalen, sondern den Hintergrund-Radiergummi oder den Magischen Radiergummi.

Allerdings muss ich zunächst wieder eine Ebene aus meinem Hintergrund machen. Das mache ich wieder über den vorher beschriebenen Weg, also über einen Doppelklick auf die Hintergrundebene.

Schritt 2:

Zuerst zeige ich euch den Magischen Radiergummi. Damit klicke ich einfach an verschiedenen Stellen den Himmel an, sodass er entfernt wird.

Wenn das Häkchen bei Aufeinander folgend herausgenommen ist, entfernt der Magische Radiergummi auch Stellen, die nicht unmittelbar an den angeklickten Bereich grenzen, also wie Benachbart beim Zauberstab. Die Toleranz macht auch dasselbe wie beim Zauberstab.

Das mache ich jetzt aber alles wieder rückgängig, um euch den Hintergrund-Radiergummi zu zeigen.

Schritt 3:

Mit diesem klicke ich jetzt auf den Himmel, aber so, dass der Radiergummi den Baum zwar berührt, allerdings das Fadenkreuz auf dem Himmel ist.

So ziehe ich am Baum entlang. Wenn man allerdings mit dem Kreuz auch über den Baum kommt, werden Teile von diesem auch mit freigestellt, da muss man sehr genau sein.

Schritt 4:

Wenn ich jetzt näher an den Baum heranzoome, die Toleranz erhöhe und außerdem sehr genau am Baum entlangfahre, sieht das Ganze schon etwas besser aus.

Das alles dauert aber sehr lange und man muss sehr präzise sein. Deshalb ist diese Funktion für das Freistellen von Bäumen eher nicht so geeignet.

Schritt 5:

Deshalb nehme ich jetzt doch wieder den Zauberstab, wähle den Himmel aus und lösche ihn mit der Entf-Taste, oder wenn ich non-destruktiv arbeiten möchte, das heißt, wenn ich später die Freistellung noch bearbeiten möchte, maskiere ich ihn, erstelle also eine Ebenenmaske.

Schritt 6:

Dann füge ich wie immer einen Hintergrund ein. Dabei fällt mir unten, am Rand des Grünzeugs, ein Farbsaum auf.

Ich zeige euch nun zwei Methoden, diesen zu entfernen:

Methode 1:

Ich benutze wie vorhin wieder den Kante verbessern-Dialog.

Wenn ich große Werte bei Radius, Weiche Kante und Abrunden einstelle und außerdem bei Kante verschieben extrem in die Negativen gehe, verschwindet der Farbsaum zwar, dafür leidet auch die Freistellung der Blätter oben am Baum stark darunter.

Daher bevorzuge ich die zweite Methode:

Methode 2: Schritt 1:

Zuerst erstelle eine Einstellungsebene vom Typ Farbton/Sättigung.

Ich setze das Häkchen bei Färben und stelle einen Grünton ein.

Schritt 2:

Dann gehe ich mit der Maus zwischen die Einstellungsebene und die Baum-Ebene und halte dabei die Alt-Taste gedrückt.

Dann klicke ich mit der linken Maustaste.

So habe ich eine Schnittmaske erstellt, das heißt, dass die Einstellungsebene nur da zu sehen ist, wo die Baum-Ebene es auch ist.

Schritt 3:

Damit nicht der ganze Baum grün ist, kehre ich die Maske der Einstellungsebene um.

Die Stellen, wo der Farbsaum zu sehen ist, mache ich dann in der Maske mit einem weißen, weichen Pinsel wieder sichtbar.

Bei der Einstellungsebene könnt ihr natürlich auch mit verschiedenen Mischmodi experimentieren.

So könnt ihr einfach Farbsäume umfärben.

Beispiel 4:

Dieses Bild ist etwas schwieriger, da es einen unruhigeren Hintergrund besitzt, der auch verschiedene Farben aufweist.

Schritt 1:

Ich benutze zunächst wieder den Zauberstab, mit dem ich bei gehaltener Shift-Taste den kompletten Hintergrund auswähle.

Dann wandle ich die Hintergrundebene in eine Ebene um und erstelle eine Maske.

Schritt 2:

An einigen Orten, wie dem Stamm, habe ich allerdings zu viel freigestellt. Diese übermale ich mit einem harten schwarzen Pinsel.

Danach invertiere ich die Maske mit Strg+I.

Schritt 3:

Blaue Stellen, die übriggeblieben sind, wähle ich im Bild mit dem Zauberstab aus, gehe dann in die Maske, und, wenn Schwarz meine Vordergrundfarbe ist, drücke ich Alt+Backspace, um die Auswahl mit Schwarz zu füllen.

Schritt 4:

Ich füge wieder einen Hintergrund ein und sehe, die Freistellung ist gut gelungen.

Beispiel 5:

Dieser Baum ist etwas anders als die anderen, denn er hat keine Blätter mehr. Zudem sind einige der kleinen Äste etwas unscharf.

Elements hat leider nicht so viele Funktionen wie CS oder CC, also müssen wir wieder auf den Zauberstab zurückgreifen.

Schritt 1:

Mit dem Zauberstab wähle ich den Himmel aus.

Die Hintergrundebene mache ich zur Ebene und erstelle eine Maske, die ich umkehre.

Schritt 2:

Ich füge nun einen Hintergrund ein.

Dabei sehen die kleineren Äste des Baumes nicht so schön aus, denn sie sind sehr hell, und das sieht ein wenig unnatürlich aus.

Ich habe zwei Methoden, das zu entfernen:

Methode 1: Schritt 1:

Die erste Methode ist die aus dem dritten Beispiel: Ich erstelle eine Einstellungsebene Farbton/Sättigung, stelle eine Farbe ein, die zum Baum passt, erstelle eine Schnittmaske und invertiere die Ebenenmaske.

Schritt 2:

Die zu hellen Bereich übermale ich in der invertierten Maske jetzt wieder mit weißer Farbe.

Methode 2:

Diese Möglichkeit mag ich nicht so gerne, denn sie ist destruktiv. Sie funktioniert so:

Schritt 1:

Ich gehe in die Baum-Ebene und klicke die Option Transparente Pixel fixieren an.

Schritt 2:

Dann klicke ich mit der rechten Maustaste auf die Ebenenmaske und wähle Ebenenmaske anwenden.

Schritt 3:

Jetzt kann ich mit einem Pinsel und geringer Deckkraft die hellen Bereiche übermalen. Als Mischmodus eignet sich Ineinanderkopieren.

Die Freistellung hier sieht jetzt auch gut aus.

Beispiel 6:

Dies ist das letzte Beispiel in diesem Tutorial. Ich würde wahrscheinlich wieder zum Zauberstab greifen, möchte euch aber gern noch einmal den Hintergrund-Radiergummi zeigen.

Schritt 1:

Zuerst wandle ich meine Hintergrundebene wieder um. Danach dupliziere ich sie mit Strg+J, weil der Radiergummi destruktiv arbeitet, also einfach, damit ich das Bild zweimal habe, einmal als Sicherung. Die Kopie blende ich aus.

Dann nehme ich mir den Hintergrund-Radiergummi so, dass das Fadenkreuz auf dem Himmel ist, und ziehe damit am Rand des Baumes entlang.

Schritt 2:

Die blauen Bereich innerhalb des Baume entferne ich, indem ich den Pinsel extrem groß einstelle und einmal auf das Blau klicke.

Dabei darf ich mit dem Fadenkreuz bloß kein Grün vom Baum erwischen, sonst wird der Baum entfernt.

Schritt 3:

Den restlichen Himmel entferne ich auch mit dem Hintergrund-Radiergummi.

Dann füge ich einen Hintergrund ein.

Schritt 4:

Einen Teil der Wiese im Hintergrund entferne ich noch, damit sich der Übergang von Vorder- zu Hintergrund weicher gestaltet.

Dazu lege ich eine Ebenenmaske an und übermale diese Teile der Wiese mit schwarzer Farbe.

Schritt 5:

Wenn ich beim Übermalen der Wiese am Baum bin, kann ich auch wieder den Hintergrund-Radiergummi verwenden.

So sieht das fertige Bild nun aus. Gut, oder?

Ich würde euch beim Freistellen immer empfehlen, mehrere Methoden auszuprobieren.

Außerdem würde ich eher mit Ebenenmasken arbeiten, damit ich jederzeit Pixel wiederherstellen kann.

Ich hoffe, ihr habt in diesem Tutorial viel gelernt!

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