Der schlafende Skorpion in Photoshop Elements 10

Hier zeige ich euch, wie ich die Grafik “Sleeping Scorpion Galaxy” gemacht habe. Die Vorgehensweise ist bei meinen Space-Art-Grafiken fast immer genau die gleiche, die ich euch hier zeige.

Bildquelle: Fotograf “MURDOC the PSYCHO” © “Exploding Art”

Einzelne Galaxien zu erstellen, ist nicht immer schwer. Aber man muss schon ein wenig Arbeit investieren. In diesem Projekt werden wir es schlussendlich mit 20 Ebenen zu tun haben.

Hört sich viel an, ist aber auf der anderen Seite auch nicht übertrieben. Ich wurde schon oft gefragt, wie ich bei Space-Art-Grafiken vorgehe. Nun – hier weihe ich euch in das große Geheimnis ein. Ich habe keine Ahnung, sondern ich lasse mich immer von den Bildern selbst inspirieren.

Hier begann ich mit zwei Wolkenbildern, die ich bei einem Sturm aus dem Küchenfenster geknipst hatte. Es gibt in meiner Sammlung eine große Anzahl solcher Fotos, die jedes für sich nichts Besonderes sind. Doch sie sind auch ein großes Archiv, auf das ich immer wieder gern zurückgreife.

Selbst verwackelte Fotos können später noch einen Nutzen haben. Man kann sie wunderbar als Farbtexturen verwenden. Also nicht immer alles gleich in den Papierkorb schieben; speichert euch die “vermurksten” Fotos lieber in einem extra Ordner ab. Man weiß ja nie, wann man sie doch noch mal brauchen kann.

 

Die Vorarbeit, der Nebel

Ich öffne also die beiden Wolkenbilder:

Wir empfehlen:
Freistellen mit Photoshop Elements

 

Folgende Vorgehensweise werde ich bei den folgenden Bildern verwenden. Die Shift-Taste gedrückt halten und das entsprechende Bild auf das Bild “Wolken 001” ziehen. So werden die Ebenen dann genau ausgerichtet.

 

Hier seht ihr also “Wolken 001” und darüber das Bild “Wolken 002”. Zum besseren Verständnis werde ich die Ebenen entsprechend der Bildnamen umbenennen.

 

Es empfiehlt sich immer die Ebenen entsprechend zu benennen. Da man sonst schnell den Überblick verlieren kann. Insbesondere, wenn mal mehr als 10 Ebenen im Spiel sind. Das Bild “Wolken 002” können wir nun schließen, da wir es nicht mehr brauchen.

So, als Nächstes holen wir uns mit derselben Methode die Bilder “Sonnenuntergang 001” bis “Sonnenuntergang 004” in unser Bild “Wolken 001”.

 

Ein kleiner Trick, damit ihr das Umbenennen nicht immer nachträglich machen müsst: Bevor ihr das Bild verschiebt, macht ihr einen Doppelklick auf die Hintergrundebene des entsprechenden Bildes. Es öffnet sich nun ein Fenster; dort gebt ihr den Namen ein und bestätigt mit OK. Wenn ihr das Bild dann verschiebt, wird automatisch die neue Ebene mit dem Namen des Bildes erstellt.

Hier mal am Beispiel von “Sonnenuntergang 003”. Zunächst ein Doppelklick auf die Hintergrundebene:

 

Jetzt benennt ihr die Ebene um …

 

… und bestätigt mit OK:

 

Und so sieht es dann nach dem Verschieben in unser “Wolkenbild 01” aus:

 

Jetzt haben wir alle Ebenen in einem Bild:

 

Bei Space-Art-Grafiken ist viel Tüfteln und Rumprobieren gefragt. Ich kürze es an dieser Stelle mal ab; man muss einfach die Ebenen übereinanderlegen und mit den Füllmethoden spielen, bis das gewünschte Ergebnis herauskommt. Bei unserem Projekt musste ich die Ebene “Wolken 001” zwei Mal duplizieren, die Ebene “Wolken 002” ein Mal.

Durch viele Versuche ergibt sich hier dann folgende Reihenfolge. Die Ebenenfüllmethoden wurden wieder zurückgestellt.

 

Es ist zeitaufwendig, aber es macht auch viel Spaß, mit den verschiedenen Möglichkeiten zu spielen. Man beginnt mit der Ebene über dem Hintergrund, dann arbeitet man sich langsam Ebene für Ebene nach oben weiter, bis folgendes Bild entsteht:


Hier die Ebenenfüllmethoden von unten nach oben:

• Hartes Licht

• Multiplizieren

• Hartes Licht

• Multiplizieren

• Hartes Licht

• Weiches Licht

• Weiches Licht

• Ineinanderkopieren

Experimentiert ein bisschen. Jede Füllmethode hat ihren eigenen Reiz.

 

Dem Nebel Leben einhauchen

Nun haben wir den Nebel als Grundgerüst fertig, kümmern wir uns also um das Leben im Nebel, die Sterne. Dazu habe ich euch 4 Dateien ins Arbeitsmaterial gepackt.


Eines meiner frühen Space-Art-Bilder, das ich heute immer wieder gern verwende. Ich habe damals einfach, wie oben beschrieben, ein paar Wolkenbilder zusammengefasst und darauf Sterne platziert. Die Sterne kann man sich einfach über den Rauschfilter generieren. Dazu findet ihr viele Tutorials im Netz.

 

Die Sterne, die ich im Milchstraßen-Bild verwendet habe, sind auch mit in den Arbeitsdateien enthalten:

 

Die Sterne habe ich mit dem Star-Pinsel gemacht:

 

Die Galaxie habe ich mit verschiedenen Wolkenpinseln und APOPHYSIS-Grafiken erstellt.

 

Jetzt öffnen wir diese vier Bilder …

 

… und fügen sie wie oben beschrieben in unsere bestehende Arbeitsdatei ein.

 

Wir stellen die Ebenenfüllmethoden der einzelnen Ebenen ein.

• Sterne 001 – Negativ multiplizieren

• Galaxie – Negativ multiplizieren

• Sterne 002 – Negativ multiplizieren

• Milchstraße – Negativ multiplizieren

Schon sieht das Ganze viel besser aus.

 

Das Bild ist noch zu hell, also erstellen wir eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur unter der Ebene “Sterne 001”.

 

Den Wert für die Mitteltöne reduzieren wir auf 0,49, den Wert für die Schatten stellen wir auf 15.

 

Das Finale

Wir geben dem schlafenden Skorpionnebel nun mehr Tiefe. Dazu wählen wir alle Ebenen an …

 

… und duplizieren sie.

 

Die gewählten Ebenen reduzieren wir dann auf eine Ebene …

 

… und benennen sie …

 

… in “Galaxie Final” um:

 

Die Ebene “Galaxie Final” duplizieren wir:

 

Auf der Ebene “Galaxie Final” wenden wir den Hochpassfilter mit 89 Pixel an.

 

Danach erstellen wir eine Maske

 

… und löschen alles bis auf das Zentrum des Nebels wieder weg.

 

Auf der Kopie der Ebene “Galaxie Final” erstellen wir auch eine Maske, aber wir wollen die gleiche wie bei der “Hochpass”-Ebene haben. Dazu klicken wir mit gedrückter Strg-Taste in die Maske der Ebene. Es wird automatisch eine Auswahl erstellt.

 

Danach klicken wir erst den Button, um die Maske zu erstellen.

 

Die Ebenenfüllmethode der Ebene “Galaxie Final” stellen wir auf Weiches Licht, die der “Galaxie Final Kopie” auf Multiplizieren.

 

Wer möchte, kann nun noch abschließend eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur über das ganze Bild legen. Ich habe hier eine angelegt …

 

… mit den folgenden Einstellungen:

 

Und hier haben wir den schlafenden Skorpionnebel aus einer weit entfernten Galaxis.

 

Ein paar Detailaufnahmen gefällig?

 

Und noch eine:

 

Und so sieht der Nebel dann fertig aus. Ich habe ihn auf die Seite gelegt, damit er besser in die Abmessungen passt.


Zum Speichern einmal das Bild als PSD-Datei abspeichern und danach alle Ebenen auf die Hintergrundebene reduzieren, um das Bild als JPG-Datei mit der max. Qualität (12) abzuspeichern.

 

Hier diesmal ein eindeutiger Hinweis!!!!

Da die Original-Grafik von unserer Agentur Licensegarden exklusiv vertrieben wird, ist jedwede kommerzielle Nutzung des Endergebnisses und/oder der Teilbilder untersagt. Hier geht darum, euch zu zeigen, wie ich diese Grafik erstellt habe. Ich bitte das zur Kenntnis zu nehmen.

Ich hoffe, das Tutorial war verständlich und ihr hattet etwas Spaß beim Nacharbeiten.
Grüße aus der Schattenwelt

MURDOC the PSYCHO

von Exploding Art

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