Das Gerade-ausrichten-Werkzeug in Photoshop Elements

In diesem Tutorial stelle ich das kleine, aber feine Gerade-ausrichten-Werkzeug aus Photoshop Elements und den Workflow damit vor.

Bildquellen: Fotolia_5619501_M © olly

In diesem Tutorial möchte ich euch gerne das Gerade-ausrichten-Werkzeug vorstellen, wofür und – vor allem -, wie man es verwendet. Das Werkzeug findet ihr hier in der Werkzeugpalette oder mittels des Shortcuts P:

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Zur Demonstration nehme ich einmal folgendes Bild von Fotolia:

 

An sich ein schönes Bild mit dem kleinen Makel, dass es einen Horizont hat, der von links nach rechts kippt. Und genau das möchten wir in diesem Tutorial korrigieren. Dazu wählen wir, wie oben gezeigt, das Gerade-ausrichten-Werkzeug und klicken mit dem Fadenkreuz an den linken Rand der schrägen Horizontlinie. Wenn wir nun, die Maustaste gedrückt haltend, die Linie bis zum anderen Ende durchziehen und dort die Maustaste loslassen, erhalten wir direkt ein Resultat:

 

Indem wir diese Linie gezogen haben, sagen wir Photoshop Elements also quasi: „Das hier sollte eigentlich eine waagerechte Linie sein. Ist sie aber nicht. Korrigier das doch bitte!“ Nun sehen wir solche schwarzen Kanten, die das Bild bekommen hat. Das Werkzeug hat diesbezüglich noch ein paar Einstellungsmöglichkeiten: die Arbeitsflächenoptionen. Bei Größe der Arbeitsfläche anpassen wird das Bild gedreht und die Arbeitsfläche so vergrößert, dass das gedrehte Bild vollständig hineinpasst. Es geht also kein Stück vom Bild verloren. Stellen wir das Ganze nun einmal auf Zuschneiden, um Hintergrund zu entfernen und schauen, was passiert:

 

Das Bild ist kleiner geworden. Es wurde nämlich auf den rechteckigen Bereich beschnitten, der gerade so keine schwarzen Ränder mehr hat. Dadurch haben wir zwar ohne weitere Anpassung direkt ein fertiges Resultat, aber wir verlieren auch den Randbereich des Bildes. Sollte da nun irgendetwas Wichtiges gewesen sein, ist diese Option nicht die beste. Die letzte heißt Auf Originalgröße zuschneiden und produziert folgendes Ergebnis:

 

Auch wenn man auf den ersten Blick denken könnte, es ist das Ergebnis von Option 1, ist es doch anders. Die Arbeitsfläche bleibt hierbei unverändert und das Bild wird innerhalb dieses Bereiches gedreht. Dadurch werden natürlich einige Kanten leicht beschnitten, aber wir haben im Vergleich zur Option 1 auch weniger schwarze Ränder, die wir auf dem Weg zum fertigen Resultat noch retuschieren müssen. Nun sehen wir unabhängig von der Option, dass, wenn es Bereiche gibt, von denen Photoshop Elements nicht weiß, was dort ist, diese schwarz werden. Das liegt daran, dass meine Hintergrundfarbe auf Schwarz gesetzt und die Ebene eine Hintergrundebene ist:

 

Hintergrundebenen lassen keine transparenten Bereiche zu; es muss also überall irgendeine Volltonfarbe sein. Deswegen füllt PSE die Bereiche automatisch mit der Hintergrundfarbe. Wandeln wir die Ebene über einen Doppelklick in eine normale Ebene um und bestätigen den aufkommenden Dialog mit OK, sieht unser Ergebnis nach der Begradigung so aus:

 

Um nun die Kantenbereiche zu füllen, empfehle ich, eine neue Ebene anzulegen und auf dieser mit dem Bereichsreparatur-Pinsel und dem Kopierstempel die Bereiche zu füllen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass bei beiden Werkzeugen die Option Alle Ebenen aufnehmen aktiviert ist, da beide Werkzeuge sonst versuchen, die leere Ebene zum Füllen zu nutzen, was natürlich nicht funktioniert. Ausgefüllt sieht das fertige Bild also so aus:

 

Wofür kann dieses Werkzeug aber noch nützlich sein? Zum Beispiel beim Ausrichten von eingescannten Dokumenten:

 

Hier als Beispiel eine von mir eingescannte Rechnung. Leider fällt einem oft erst später auf, dass das Dokument doch etwas schräg im Scanner lag. Begradigen ist mit diesem Werkzeug aber ja überhaupt kein Problem. So suchen wir uns also auch hier eine längere gerade Linie und ziehen diese mit dem Gerade-ausrichten-Werkzeug nach. In diesem Fall kann man natürlich einfach einen der Tabellenrahmen benutzen. Die Kanten brauche ich hier nicht einmal aufwendig mit Kopierstempel etc. zu füllen, sondern kann einfach die schwarzen Bereiche mit Weiß füllen. Und so haben wir auch das Dokument „gerettet“.


Alles in allem ein sehr einfaches, aber doch auch sehr hilfreiches Werkzeug in Photoshop Elements.

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