Füllwerkzeug und Verlaufswerkzeug

In diesem Tutorial stelle ich die Funktionen des Füllwerkzeugs und des Verlaufswerkzeugs vor.

Bildquellen aus Fotolia.com: Fotolia_60442_M© Stasys Eidiejus, merry christmas – christmas tree © samantha grandy #164843, grass 4 © Alx #589032, Fotolia_3064620_M – © Acik, Fotolia_3853603_S© Aeolos, Fotolia_5697778_XL © 1418336 Ontario Ltd, Fotolia_7472947_V – shockfactor, Fotolia_16526560_L© EF-EL

Füllwerkzeug (K)

Mit dem Füllwerkzeug ist es möglich, Flächen und Auswahlen zu füllen. Dazu wähle ich mir über den Farbwähler eine Farbe aus und kann dann in das Dokument klicken und die gesamte Ebene wird gefüllt. Ziehe ich vorab eine Auswahl, wird nur dieser Bereich mit der Farbe gefüllt.

Wir empfehlen:
Freistellen mit Photoshop Elements

 

Wenn ich Auswahlen gezogen habe, kann ich deren Füllung auch mit dem Tastaturbefehl Alt+Rücktaste vornehmen. Dann wird die Auswahl mit der eingestellten Vordergrundfarbe der Werkzeugpalette gefüllt. Möchte ich die Hintergrundfarbe des Farbwählers als Füllfarbe wählen, klicke ich Strg+Rücktaste. Für diese Tastenkürzel muss das Füllwerkzeug nicht aktiviert sein. Ich kann auch das Dialogfenster Fläche füllen direkt öffnen, wenn ich die Shift-Taste+Rücktaste wähle. Dann öffnet sich das Dialogfenster und ich kann die gewünschten Einstellungen vornehmen.

Die Auswahl kann ich mit Strg+D aufheben. Möchte ich meine rote Fläche im Dokument in eine grüne Fläche ändern, wähle ich einfach eine grüne Farbe und klicke mit dem Füllwerkzeug in die Farbe. Wenn sich die vorherige Fläche gut von den restlichen Farben absetzt, ist das optimal. Ansonsten geht das Umfärben am besten, wenn die Toleranz einen niedrigen Wert wie 10 Prozent hat. Bei zu hoher Toleranz werden ähnliche Farbgruppen mit gefärbt.

 

Das Häkchen in der Option Benachbart sorgt dafür, dass alle Bildbereiche, die diese Farben haben, gesondert gefüllt werden müssen. Ist kein Häkchen in dieser Option, werden alle gleichen Farben umgefärbt.

Eine verringerte Deckkraft sorgt dafür, dass die neue Farbe nur zu diesem Prozentsatz aufgetragen wird. Ok, alles ziemlich theoretisch. Darum jetzt ein wenig mehr Praxis. Ich möchte den Bikini umfärben.

 

Wenn ich das jetzt mit dem Modus Normal probiere, sieht das Ergebnis absolut unrealistisch aus, weil hier die Schatten und Lichter nicht mit eingerechnet werden.

 

Wenn ich aber jetzt den Modus in Farbe ändere, sieht das Ganze doch viel besser aus:

 

Habe ich nicht die Option Benachbart aktiviert, wird zwar gleich der komplette Bikini gefärbt, ohne dass ich die Stellen öfter anzuklicken brauche, aber dann kann es passieren, dass ähnliche Farbtöne (wie z. B. die Haare) gleich mit gefärbt werden (schützen könnte man sich davor, wenn man z. B. eine Auswahl erstellt).

 

Es ist neben den Farben ebenso möglich, Muster als Füllung zu wählen. Muster gibt es bereits als Standard-Vorgaben. Das sind Bilder, die wiederholt/gekachelt werden und in der Regel nahtlos sind. Mit wenig Deckkraft aufgetragen, sieht das Ganze so aus:

Es finden sich im Internet zahlreiche Vorgaben zum Download, die für die Musterfüllung mit dem Füllwerkzeug und über die Fülloptionen in den Ebenenstilen genutzt werden können. Eine gute Auswahl gibt es hier zum Download: http://www.psd-tutorials.de/downloads/photoshop-presets/muster.

 

Das Verlaufswerkzeug (G)

Mit dem Verlaufswerkzeug kann ich Verläufe, d. h. Farbübergänge in Bildern generieren. Das Verlaufswerkzeug befindet sich neben dem Füllwerkzeug. Ich wähle es an und klicke ins Bild. Mit gehaltener Maustaste lege ich die Verlaufsrichtung fest. Beim Loslassen der Maus wird der Verlauf gesetzt. Wenn ich nur im Himmel einen Verlauf haben möchte, wähle ich den Himmel aus – in diesem Beispiel mit dem Zauberstabwerkzeug. Dann kann ich genau in dieser Auswahl meinen Verlauf gestalten.

 

Oben in der Optionsleiste gibt es viele weitere Verläufe (beim Doppelpfeil kann ich zusätzliche Verläufe hinzuladen):

 

Im Optionsmenü der Verläufe finden sich diverse weitere Verläufe-Vorgaben, die ich den bestehenden anfügen kann. So gibt es auch einen Regenbogenverlauf, den ich z. B. mit einem Verbiegen-Filter entsprechend in einen Bogen umwandeln kann.

 

In der Menüleiste zum Verlaufswerkzeug finden sich verschiedene Verlaufsarten. Neben der klassischen linearen Verlaufsform gibt es weitere wie den Radialverlauf, den Verlaufswinkel, den reflektierten Verlauf und den Rauteverlauf. Die gebräuchlichsten sind der lineare und der Radialverlauf.

 

Mit verringerter Deckkraft lassen sich einige interessante Überlagerungseffekte erstellen, indem ich mehrere Verläufe bei geringer Deckkraft ins Dokument einfüge.

 

Einen neuen Verlauf lege ich an, indem ich auf einen vorhandenen Verlauf klicke, wodurch ich dessen Bearbeitungsmöglichkeiten angezeigt bekomme.

Im Verlaufsbalken sind die bisherigen Farben angezeigt. Diese kann ich jetzt ändern. Die oberen Schieber (Deckkraftunterbrechung) sind für die Transparenz zuständig. Die unteren Schieber sind für die Farbauswahl zuständig. Mit Klick auf den unteren Schieber kann ich anschließend im Farbmenü eine andere Farbe zuordnen.

 

Möchte ich Farben entfernen, ziehe ich den Schieber einfach nach unten vom Verlaufsbalken weg. Zum Hinzufügen weiterer Farben klicke ich einfach mit der linken Maustaste unterhalb des Verlaufsbalkens. Über den Farbwähler oder mit Doppelklick kann ich dann wieder eine Farbe zuordnen. Die kleinen Anfasser neben dem Schieber sind für den Platz der Farbe innerhalb des Verlaufs zuständig.

Somit kann ich bestimmen, ob eine Farbe dominant im Verlauf sein soll oder eher zurückhaltend bzw. gleichrangig neben den anderen Farben. Wenn der Verlauf bearbeitet ist, kann ich diesen mit Klick auf den Neu-Button in den Vorgaben hinterlegen bzw. auch einen Namen für den Verlauf zuordnen. Anschließend bestätige ich mit OK. Möchte ich exakt vertikale oder horizontale Verläufe ziehen, kann ich die Shift-Taste zu Hilfe nehmen. Dann wird der Verlauf immer in 45-Grad-Schritten platziert.

So sieht z. B. eine Erdkugel ohne Verlauf ziemlich mau aus.

 

Aber mit entsprechendem radialen Verlauf und dann noch paar Sternen + Schein nach außen ist das doch ein tolles Ergebnis (im Video-Training wird dieser Schritt detaillierter erklärt):

 

Möchte ich z. B. ein Schwarz-Weiß-Bild umfärben, ist dies mit ein paar Tricks schnell gemacht. Ich fülle z. B. in einer neuen Ebene mit der Option Alle Ebenen mit hoher Toleranz das Telefon aus. Danach setze ich nur noch die Ebene in der Füllmethode Abdunkeln um (kann dabei natürlich auch die Deckkraft in der Ebene entsprechend ändern).

Im Internet gibt es zahlreiche Verläufe-Vorgaben zum Download. Eine große und gute Auswahl an nützlichen Verläufen gibt es hier zum Download: Das Dateiformat für Verläufe heißt .grd und steht für den englischen Begriff der Verläufe, Gradients. Mit einem Doppelklick auf http://www.psd-tutorials.de/downloads/photoshop-presets/verlaeufe die heruntergeladene Verlaufs-Datei bestätige ich bereits meine neue Vorgabe und meine neuen Verlaufsvorgaben finden sich in meinem Verlaufsbedienfeld ganz oben im Optionsmenü.

Wir empfehlen:
Photoshop Elements - Basics & Tricks

Unsere Empfehlung für dich

Photoshop Elements für Einsteiger und Aufsteiger

Photoshop Elements für Einsteiger und Aufsteiger

Gehe der Bildbearbeitung auf den elementaren Grund! Zu Beginn mag Photoshop Elements angesichts der zahlreichen Funktionen überfordern, doch mit diesem Training wirst du die Features in kürzester Zeit verstehen und für deine Zwecke zu nutzen wissen.

  • 62 Lektionen in über 4,5 Stunden Video-Training zu den Grundlagen in Photoshop Elements
  • Alle wichtigen Funktionen und Werkzeuge verständlich erklärt (z. B. Ebenen, Filter, Dateiformate …)
  • Von Digitalkünstler Gabor Richter, der dich Schritt für Schritt in einen versierten PSE-Nutzer verwandelt

Zum Training